Update: Letzte Infos für heute:

Auch weiterhin bleibt unklar, wieviele Neo-Nazis heute tatsächlich den Weg nach Roden-Ansbach finden werden. Findet die kurzfristig angemeldetete Kundgebung des FNS wirklich als „Ersatzveranstaltung“ zum untersagten „Europa erwacht – Festival“ statt, oder wird es lediglich eine Ablenkungs- bzw. Jammerkundgebung mit wenigen Neo-Nazis, wie bereits im Vorfeld des 1.Mai in Würzburg, als sich Bauerfeind und Co. mit „Knebel“ im Mund lächerlich machten und das Konzert selbst findet an anderer Stelle statt?! Dies wird sich leider erst heute vor Ort zeigen.

Aktuell gibt es Berichte, dass doch einige Neo-Nazis bereits in der Umgebung unterweg sind. Zudem sollten Besucher_innen der Laurentimesse in Marktheidenfeld dieses Wochenende damit rechnen, dass dort (größere) Gruppen von Neo-Nazis auflaufen!

Genehmigt ist die Nazi-Veranstaltung in der Staße „An der Zehntkufe“ im Bereich des dortigen „Wendehammers“, vor dem Anwesen eines lokalen Neo-Nazi. Bekannt ist, dass diese Veranstaltung von 10.00 bis 20.00 Uhr stattfinden darf und auch die Redner und Bands dort wie ursprünglich geplant auftreten sollen bzw. dürfen. Ob dies tatsächlich so stattfindet bleibt abzuwarten, da es u.a. eine Lautstärkebegrenzung von max. 70dB gibt. Auch die öffentliche Mobilisierung der Neo-Nazis zu dieser Kundgebung ist als eher nicht wahrnehmbar zu bezeichnen.

Die Gegenmobilisierung ist aufgrund der Begleitumstände (welche zu großen Teilen nicht in unseren Händen lagen) auch als eher schwierig zu beschreiben. Die „Piraten“ haben ihre Anmeldung einer (Gegen-)Kundgebung wieder zurück genommen. Somit steht als angemeldeter Anlaufpunkt aktuell nur der „Gottesdienst“ um 12.30 Uhr und die Kundgebung des Bündnis „MSP ist bunt“ von 13.00 bis ca. 15.00 Uhr zur Verfügung. Diese findet wie bereits 2011 auf dem Grundstück eines Busunternehmens im „Urspringer Weg“ (ca. 100m Luftlinie von der Naziveranstaltung) statt.

Zur Anreise: Es ist mit massiven Vorkontrollen an den Zufahrtsstraßen nach Roden-Ansbach zu rechnen. Eine direkte Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittln ist mit schwierig noch sehr wohlwollend beschrieben. Da nicht auszuschließen ist, bzw. sogar damit gerechnet werden muss, dass sich Neo-Nazis frei im Ort bewegen, schaut wo ihr parkt und ob ihr einen Blick auf die Autos werfen könnt! Die Polizei wird mit einem Großaufgebot vor Ort sein, was in etwa der Einwohnerzahl des Dorfes entsprechen dürfte.

Infrastruktur: Es wird einen EA (Ermittlungsauschuss) geben. Dieser wird ab ca. 11Uhr unter 0160 -2482243 erreichbar sein. Aktuelle Infos wird es wenn nötig über den Twitter-Account #NoPasaranWue geben. Demosanis werden ebenso für den Notfall vor Ort sein.

Zu den Hintergründen des „Europa erwacht – Festival“ und den Vorgängerveranstaltung(en) „Nationaler Frankentag“ empfehlen wir euch u.a. die sehr guten Beiträge auf AIDA, siehe u.a. hier

Wir bitten um Nachsicht, dass die Infos dieses Mal erst sehr spät und zudem doch eher bescheiden ausfallen. Leider war bzw. ist dies nicht anders möglich (gewesen), wir hoffen in Zukunft wieder frühzeitiger und ausführlicher Informationen und Strukturen vor Ort bereitstellen zu können!

Alerta Antifascista!

Update: Aktionskarte auf die Schnelle:
Aktionskarte

Aktueller Stand:

Gericht kippt (wie zu erwarten) unter „strengen Auflagen“ das Verbot der Ersatzkundgebung der Neo-Nazis in Roden-Ansbach!

Aktuell ist noch nicht bekannt ob sich auch an den Uhrzeiten etwas ändert, angemeldet hatten die FNS-Nazis diese Kundgebung von 10-24Uhr im Bereich des Wendehammers „An der Zehntkufe“. Aktuell ist auch noch nicht bekannt, ob das Gericht „Musikbeiträge“ -und wenn ja in welchem zeitlichen Rahmen- genehmigt hat.

Letzte Infos, Gegenkundgebungen, EA-Nummer, etc. werden am späten Abend veröffentlicht!

Wichtiger Hinweis: Da Roden-Ansbach ein kleiner Ort ist, muss damit gerechnet werden, dass sich Neo-Nazis nahezu im gesamten Ortsbereich bewegen (können)!

Mit massiven Vorkontrollen der Polizei ist zu rechnen, also bei der Anfahrt etwas mehr Zeit einplanen und vorher überlegen was besser aus dem Auto geräumt werden sollte!

Alerta Antifascista!

„Europa erwacht – Festival“ des FNS

Am Samstag, 10.August veranstaltet das „Freie Netz Süd“ unter dem Namen „Europa erwacht – Festival“ den Nachfolge-Event des so genannten „Frankentag“ in Roden-Ansbach (LK MSP/Unterfranken nähe Marktheidenfeld). Bereits 2011 fand dieser in dem kleinen Örtchen Ansbach (nicht zu verwechseln mit der Stadt Ansbach in Mittelfranken) statt, damals ohne nennenswerten Widerstand.

In Kürze werden u.a. über diesen Blog Informationen zu den antifaschistischen Gegenaktivitäten bekannt gegeben.

Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Würzburg

Erstmal ein großes Dankeschön an alle AntifaschistInnen und Antifaschisten die mit uns am 1.Mai gegen die Faschistenschweine auf die Straße gegangen sind! Entschuldigt auch dass unsere Stellungnahme erst jetzt kommt, wir waren einfach überlastet. Es werden noch einige Nazibilder, in den nächsten Tagen, auf den Block gesetzt, danach werden keine neuen Einträge mehr gepostet. Vielen Dank auch an alle UnterstützerInnen, seien es nun Einzelpersonen oder Gruppen, die mit uns die Gegenaktivitäten koordiniert haben!!! Hier nun unsere abschließende Stellungnahme:

Schon in der Nacht zeigte sich, dass Polizei und Stadt unbedingt den Naziaufmarsch stattfinden lassen wollten. So waren große Teile der Stadt mehrfach mit Hamburger Gittern abgesperrt und vermeintliche Antifaschist_innen wurden immer wieder kontrolliert und schikaniert. Mindestens 1500 gewaltbereite und schwerstbewaffnete Personen in grün und blau, machten die Stadt an diesen Tag (un)sicher.
Während diese sich – oft auch in zivil – auf Beobachtung und Verfolgung von Gegendemonstrant_innen fokussierten, konnten sich Nazis immer wieder von ihrem Sammelort entfernen. So wurde unter anderem der Anti-Antifa Fotograf Sebastian Schmaus auf der DGB Auftaktkundgebung enttarnt. Die Polizei zeichnete sich besonders durch ständiges Erteilen von Platzverweisen – sogar gegen 2 DemosanitäterInnen – aus. Insgesamt gab es unseres Wissens nach 13 Festnahmen und mehrere Verletzte. So wurde zum Beispiel einer Person ein Zahn abgebrochen und eine weitere am Ohr verletzt. Außerdem gab es einen Verdacht auf Nasenbeinbruch und einen Innenbandriss.
Trotz des massiven Polizeiaufgebots gab es mehrere Blockadeversuche, darunter zwei erfolgreiche, aufgrund deren die Naziroute verkürzt werden musste.
Wie auch in der Stellungnahme des Antifa-Recherche-Teams Nordbayern (art-nb) steht, bleibt für uns festzuhalten, dass das Mobilisierungspotential des FNS in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Mit nur 350 Teilnehmer*innen sind wesentlich weniger Nazis nach Würzburg gekommen als erwartet. Diese traten jedoch mit besonders menschenverachtenden Parolen in Erscheinung, was von Seiten der Polizei durchaus auch als Grund hätte herhalten können, um den Naziaufmarsch aufzulösen. Die unverhohlene Parole „Nationalsozialismus – jetzt! Jetzt! Jetzt!“ war trotz der großräumigen Abschottung der Repressionsorgane mehrmals zu hören. In den Reden wurde unter anderem Hitler als ein „großer Mann“ gepriesen und zur Gewaltorgien gegen „Ausländer“ aufgerufen.

Antikapitalistische Abenddemo

Am Abend folgte noch eine antikapitalistische Demo, um sich nicht von den Nazis den Tag komplett diktieren zu lassen und eine fundiert radikale Kritik am kapitalistischen System auf die Strasse zu tragen. Über hundert Leute folgten dem Aufruf der Antira Würzburg.
Das Polizeiaufgebot war hierbei völlig überzogen. Die repressive Schiene äusserte sich nicht nur im Vorfeld (zwei Leute wurden wegen „Passiver Bewaffnung“, also Nieten auf ihrer Jacke, festgenommen; Verbot Aussenstehende zu fotografieren). Während bei dieser Demo die Auflagen von Seiten der Polizei völlig willkürlich durchgesetzt worden sind, wurden die Nazis den ganzen Tag hofiert und für sie die halbe Stadt lahmgelegt.

Letztendlich sehen wir den Tag durchaus als Teilerfolg an, da trotz kurzer Mobilisierungszeit viele Antifaschist*innen nach Würzburg gekommen waren und endlich einmal ein Aufmarsch des FNS durch Blockaden verkürzt werden konnte. Gerade in der Provinzstadt Würzburg, die eher für ihre große Anzahl an Studentenverbindungen als für ihre antifaschistische Strukturen bekannt ist, ist dies durchaus respektabel. Auch die parallel laufenden Aufmärsche der Nazis in Frankfurt und Erfurt hatten vorher ein recht pessimistisches Bild für eine antifaschistische Mobilisierung nach Würzburg gezeichnet.
An dieser Stelle wollen wir auch solidarische Grüße an alle Leute senden, die am 1.Mai in verschiedenen Städten auf die Straße gegangen sind um den Nazis entgegenzutreten und für eine Welt ohne Grenzen und Klassen zu demonstrieren!

Ausdrücklich wollen wir noch an alle Leute appellieren, die am 1.Mai an antifaschistischen Aktionen teilgenommen haben, dabei aber Alkohol konsumierten: Drogen haben bei eben solchen Aktionen nichts verloren – ihr gefährdet euch selbst und andere! Auch an die ganzen Hobbyfotograf*innen, die meinen Fotos von Aktionen machen zu müssen: lasst es einfach!

Alle von Repression betroffen Personen bitten wir sich bei ihrer Ortsgruppe der Roten Hilfe zu melden! Feuer und Flamme der Repression!

NO PASARAN Würzburg

Letzte Infos

Am Mittwoch ist es soweit, deshalb hier die letzten Infos:

Infotelefon: 0160 2482243
EA: 0157 37786029
Ticker: https://twitter.com/NoPasaranWue

Wer schon am Vorabend anreisen oder noch länger dableiben will:
Meldet euch, wir haben noch Schlafmöglichkeiten !

Ansonsten sehen wir uns um 10:00 Uhr am Hauptbahnhof.
Wer mit dem Zug anreist: Bitte kommt zu eurer eigenen Sicherheit vor 11 Uhr an.