Ergebnis der Nachbereitung des Naziaufmarsches am 30.03.

Ergebnis der Nachbereitung des Naziaufmarsches am 30.03.
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Am 30.03. veranstaltete das Neonazinetzwerk „Freies Netz Süd“ (FNS) einen dezentralen Aktionstag im Rahmen der Mobilisierung für den 1. Mai in Würzburg. Unter den ca. 80 Faschisten waren auch bekannte Vertreter wie Uwe Meenen, Matthias Fischer, Sebastian Schmaus und Matthias Bauerfeind.
Schon am Bahnhof wurde der braune Mob durch mehrere Blockaden aufgehalten. Hunderte von Blockadeteilnehmer_innen wurden anschließend von der Polizei gekesselt und zum Teil am Kopf aus den Blockaden gezerrt.
Nachdem die Neonazis mit Verspätung losziehen konnten kam es zu einem Übergriff von Seiten der Faschisten: Ein Teilnehmer ging mit seiner Fahnenstange auf Gegendemonstrant_innen los. Während hier nur ein paar Worte, im persönlichen Gespräch, von Seiten der Einsatzleitung an den Aggressor gerichtet wurden, sitzt unser Genosse Deniz wegen eines ähnlichen Tatvorwurfs seit Monaten in U-Haft. Er soll im Zuge einer antifaschistischen Demonstration einen Polizeibeamten mit einer Fahne angegriffen haben. Dies zeigt einmal mehr den Freifahrtschein, den die Staatsmacht den Neonazis ausstellt. Während des Übergriffes löste sich die Flagge vom Fahnenstab und wurde entgegen des Polizeiberichts definitiv nicht entwendet.

Nachdem wegen zahlreicher Blockaden der rechtsradikale Aufzug nicht wie offiziell geplant durch die Kaiserstraße marschieren konnte, wurde die Route spontan in die Köllikerstraße umgeleitet. Festzuhalten bleibt die ausufernde Polizeigewalt die den friedlichen Gegendemonstrant_innen dort entgegenschlug. Als das USK dort auf eine erneute Sitzblockade traf, wurde ohne Vorwarnung und mit massivem Schlagstockeinsatz an den Straßenrand geprügelt. Als die Nazis dann das Julius-Echter-Denkmal in der Innenstadt erreichten und sich vergeblich mühten Gehör zu finden zogen sie unverrichteter Dinge zurück zum Bahnhof. Engagierte Antifaschist*innen führten dort noch einige Störaktionen durch bis der armselige Haufen von dannen gezogen war.

Fazit
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Laut den örtlichen Demosanitäter_innen kam es nur zu leichten Verletzungen, was in Anbetracht der zahlreichen Tonfaschläge, die teilweise in Kopfhöhe ausgeführt wurden, nicht mehr als ein glücklicher Zufall ist. Leider war davon nichts in der örtlichen Presse zu lesen, dafür aber eine willkürliche Unterscheidung in „gute“ und „linke“ Gegendemonstrant_innen.
Angesichts der vielen engagierten Menschen auf der Straße blicken wir jedoch zuversichtlich in die Zukunft.

Ob in Würzburg oder anderswo:

No Pasaran !
Kein Fußbreit den Faschisten !